Kunstausstellung
„Es liegt in der Natur der Sache …“
vom 20. Oktober bis 17. November 2019
mit Nicole Bellaire (Grafik) und Erika Klos (Grafik)

Wild wachsende, zauberhafte Natur: Wegesränder, Brachflächen, unberührte Wiesen… ständig bedroht durch menschliche Eingriffe, Überformung und damit verbundenem Verlust. Diese kleinen Inseln ursprünglicher Wildnis versuche ich auf künstlerische Weise in meinen Holzschnitten, Zeich-nungen und Collagen zu konservieren und zu bewahren.
Bereits als Jugendliche habe ich Herbarien angelegt und mit botanisch genauem Anspruch Wiesen-blumen skizziert. In meinen heutigen Werken ist die äußere Wirklichkeit in erster Linie gestalteri-scher Anlass. Es geht nicht mehr um wissenschaftliche Genauigkeit, sondern um zeichnerische Spu-ren als schöpferische, evolutionäre Wachtumsprozesse. So entwickelt sich ein eigener, sehr persönlicher Naturkosmos, der zwischen realistischer Abbildung und Abstraktion changiert. (Nicole Bellaire)
Homepage: http://www.nicole-bellaire.de/

Seit 2004 habe ich das Medium Transparentpapier für mich entdeckt. Es war damals die Antwort auf die Frage, wie kann ich den Gegensatz von Licht und Materie am besten ausdrücken. Eine Zeichnung aus Materie, in dem Fall waren es Binsen - bekam als Bildträger Transparentpapier, das für Licht stand. Diese Serie hieß “Enclosements”, da die Binsengestaltung zwischen zwei Transparentpapieren eingeschlossen wurde.

Bei der weiterführenden Serie, die ich “Transobla” nannte, ersetzte ich die Binsen mit getropftem Lack und ergänzte die Gestaltung mit einem kleinen Objekt, das mit seiner flachen Dreidimensionalität dem Transparentpapier zu einem Eigenleben verhalf. “Transobla” ist eine Verkürzung von Trans (parentpapier), Ob(Jekt ) und La(ck).

In der folgenden Serie, “Transmuti” fand ich heraus, dass eine flächige Gestaltung mit Lack und einer collagenhaften Farbgebung beim Transparentpapier eine überraschende Wirkung hervorrief, nämlich dass es nebeneinander glatt und gekraust reagierte. In dem Wort “Transmuti” steckt Trans (parentpapier) und mutare - was sich verändern bedeutet. (Erika Klos)

Die letzte Serie heißt : “TRANSPARDI”. Dem Thema “Transparenz und Dichte” entsprechend verbinde ich kleine Objekte, die in ihrer Struktur eine Art Verdichtung vom Dreidimensionalen zum Zweidimensionalen erfahren und mit dem Transparentpapier im Dialog stehen.
Homepage: www.erika-klos.de

Vernissage: 20. Oktober 2019, 11.00 Uhr
Laudatio: Thomas Angelou, Kunsthistoriker
Musik: Kerstin Haberecht, Saxophon und Lukas Moritz, Klavier

Veranstaltungsort: Zehnthaus Jockgrim, Ludwigstr. 26-28
Veranstalter: Kuratorium für Kunst und Denkmalpflege e.V.

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