25. Januar 2019 um 20.00 Uhr Musik & Poesie
„Trio Nostalgia“ Gesang, Bandonium, Gitarre und Violine

weitere Informationen folgen in Kürze

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Kunstausstellung „Dialog Ost-West“
Mit SuMin Lee Kab Joo (Skulptur) und Holger Fitterer (Malerei)
vom 9. Februar bis 8. März 2020 im Zehnthaus Jockgrim

Holger Fitterer malt abstrakt, ungegenständlich. Seine Gemälde vermitteln Ruhe, Präsenz und Selbstverständlichkeit. Seine Sprache, reine Malerei, breite, in das Bild laufende Farb-bahnen fügen sich zu abstrakten, hintergründigen Raumgebilden, liegen übereinander und nebeneinander, bieten Durchblicke und Verdichtungen. Mal sind Sie lasierend und zart, dann wieder deckend und dicht aufgetragen. Ein breiter, einbahnig geführter Pinsel, dessen Arbeit sanfte Spuren von taktiler, geschmeidiger Wirkkraft hinterlässt. Dabei leuchten die in vielen Schichten aufgetragenen Farben aus dem Dunkel und führen ins Dunkle hinein. Holger Fitte-rers Bilder atmen, schwingen, strahlen, strömen, leuchten, ruhen - still, verhalten, getragen von Rhythmus und Takt.

Fitterer wird in seiner Malerei zum schwebenden Wanderer in Muße, in seiner abstrakt ungegenständlich erscheinenden Malerei lässt sich, im Sinne Chul Hans, der schwebende Duft der Zeit entdecken, sie bietet die Möglichkeit des Reisens - Hineintreten - Heraustreten - Verweilen.

Seit nahezu 10 Jahre schafft SuMin Lee Kab Joo leichte Formen, die gebrochenen Fruchtkapseln ähneln. Sie verbindet moderne westliche Kunst mit der östlichen Philosophie, wobei der meditative Klang der Stille und die schöpferische Leere eine wesentliche Rolle spielen.

Den einfachen Durchgang der Trommel führt Su Min im Fortgang ihres Werkes zu weiteren Öffnungen und einer zunehmenden Differenzierung in der Aufgliederung bzw. Auffächerung des Materials. Die Kannelüren der Trommel werden durch regelmäßige Perforierung durch-brochen. Gleichzeitig wird die Trommelröhre kalebasse- und kalottenartig gestaucht. Die Architekturverwandschaft von Stele und Säule wechselt in eine Affinität zum Organischen. Die filigran skelettierten schotenartigen Gebilde erinnern an das innere Formgerüst von Le-bewesen aus dem Urmeer. In einer Serie von Plastiken mit dem Titel Inneres Universum schaut der Betrachter aber nicht allein an den Anfang des Lebens zurück, sondern in die viel-fach offene Struktur des Herkommens .Dabei kann er entdecken, dass das Leben aus durch-formter Leere besteht, offenen Wirbeln konstitutiver Freiheit, aus der heraus Su Min auch freies Gestalten entwickelt. Material und schöpferischer Prozess werden eins. Aus der Fülle des Tons gestaltet sich Leere, in der der Klang der Stille wohnt.

Vernissage: Sonntag, 9. Februar 2020, 11.00 Uhr

Öffnungszeiten: Fr 20 bis 22 h, Sa 15 - 17 h, So 11 – 17 h