Drei von vier Achttausendern
Vortrag von Flor Cuenca Blas am 13. März 2020 um 20.00 Uhr

Flor Cuenca Blas wuchs in den Anden auf 3500 m Höhe auf, Berge sind ihre Leidenschaft. 2008 kam sie nach Deutschland um Deutsch zu lernen und ist hier geblieben.

Im Juni 2016 entschloss sie sich zu einer Expedition in den Himalaya mit dem peruanischen Bergsteiger Victor Rimac. Ihr Ziel war der sechshöchste Berg der Welt, der 8201 m hohe Cho Oyu. Er liegt im zentralen Himalaya nur 20 km westlich vom Mount Everest, die Grenze zwischen China und Nepal verläuft über seinen Gipfel. Am 2.10.2016 hatte Flor als erste Peruanerin alleine, ohne Sherpas und ohne künstlichen Sauerstoff den Gipfel des Cho Oyu erreicht.

2017 Sie auf dem Weg zum nächsten Achttausender, dem Manaslu, dem Berg der Seelen. Er trägt auch den Spitznamen „Killer Mountain“, 2011 kamen 53 Bergsteiger bei einem schwe-ren Lawinenunglück dort ums Leben. Jedes Jahr verlieren Bergsteiger durch Lawinen dort ihr Leben. Der Manaslu in Nepal ist mit 8.163 m der achthöchste Berg der Erde. Vom Basislager am Manaslu auf 4.800 m machte sie sich am 24.09.2017 von Camp zu Camp auf den Weg zum Gipfel. Der Himmel war meist strahlend blau, die Temperaturen stiegen tagsüber bis auf 35 Grad, nachts sank die Temperatur auf minus 20 Grad. Am 28.09.2017 stand sie auf dem Gipfel.

Im Juni 2018 musste Flor wegen schlechten Wetters schweren Herzens ihre Expedition auf den Gipfel des Gasherbrum 1 abbrechen. Die Gasherbrum-Gruppe ist ein bis zu 8.080 Meter hohes Bergmassiv im Baltoro Muztagh im inneren Karakorum. Der höchste Berg der Gruppe ist mit 8.080 Metern der Hidden Peak, auch Gasherbrum I genannt (Quelle: Wikipedia.)

2019 brach Flor zum Broad Peak auf. Er ist mit 8.051 m Höhe der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum auf der Grenze zwischen Pakistan und der Volksrepublik China. Er zählt zur Gasherbrum-Gruppe, die sich im Süden anschließt. Der Broad Peak (Breiter Gipfel) erhielt seinen Namen im Jahre 1892 von William Martin Conway, dem Leiter einer britischen Erkundungsexpedition im Karakorum, wegen seines über einen Kilometer langen beinahe steigungslosen Gipfelgrates. Conway sah sich beim Anblick des Berges an das Breithorn in den Walliser Alpen erinnert (Quelle: Wikipedia).
Zehn Tage vor Beginn der Expedition reiste Flor gut vorbereitet nach Pakistan, um sich an das Klima und die Höhe zu gewöhnen. Am 20.06.2019 war sie in Skardu (2.600 ü. NN). Der Skandu-Distrikt ist eine karge Hochgebirgslandschaft mit vier Bergen über 8000m Höhe (Quelle: Wikipedia). Von Skandu aus fuhr sie in einem Geländewagen weiter nach Askolo (3.600 ü. NN), von dort machte sie sich zur Akklimatisation zu Fuß auf dem Weg ins Basislager (4.850 ü. NN) und kam nach 7 Tagen dort an. Am 17.07.2019 stand sie auf dem Gipfel des Broad Peak.

Wie man in 27 Tagen von 2.600 ü. NN einen Berg 8.051 m ersteigen und wieder wohlbehalten herunterkommen kann, berichtet Flor Cuenca im Zehnthaus Jockgrim.

Termin: Freitag, 13. März 2020, 20.00 Uhr

Veranstaltungsort: Zehnthaus Jockgrim, Ludwigstr. 26 - 28

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Nächste Kunstausstellung:

„Okular“ mit Elke Hennen und Brigitte Nowatzke-Kraft
22. März bis 19. April 2020 im Zehnthaus Jockgrim

In den Gemälden von Brigitte Nowatzke-Kraft wird in vielen Farbschichten eine anfänglich vorhan-dene Landschaftsstruktur durch architektonische Elemente verdeckt, versteckt und überlagert. Übrig bleiben Landschaftsfragmente, die sich in Ausblicken, Durchblicken und Einblicken vom Ursprung emanzipieren und ein Eigenleben entwickeln. Dieses ist offen für die Interpretation durch den Betrachter. Daneben entstehen unter dem Titel „Urbane Strukturen“ Zeichnungen, die in archaischen Raumgeflechten eine zügellos wuchernde Architektur zeigen, deren Konstrukt sich durch Verdichtung und Auflockerung auszeichnet. Die Gegenwart des Menschen kann nur erahnt werden. „Seitensprünge“ macht die Malerin dann, wenn sie den Raum ihrer Bilder verlässt und ihre Ideen in Objekte oder Installationen verwandelt, die voll hintersinnigem Witz und Doppelbödigkeit sind.
Homepage der Künstlerin: www.nowatzke-kraft.de

Gleichsam einer skurrilen Wunderkammer erzählt Elke Hennen in kryptischen Verdichtungen zu installativen Situationen von dem Verhältnis zwischen Sammeln und Verwahren. Inmitten prothesenhafter Formumgebungen gebärden sich detailreiche Ensembles, die auf Körperlichkeit verweisen, ohne zu definieren. Sie demonstrieren, bezeichnen, spielen und fragen an. Es geht um Transformationen, Widersprüchlichkeiten, psychologische Momente von Wahrnehmung und seiner Hinterfragung. Dabei geht es nicht mehr um die eine künstlerische Arbeit an sich, sondern um eine plastische Anordnung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt seine Möglichkeiten offen legt. Dazu werden künstlerische Elemente, je nach Verortung, ausgewählt, und in eine für die Künstlerin stimmige Struktur eingebunden.
Homepage der Künstlerin: www.elkehennen.de

Vernissage: 22. März 2020, 11.00 Uhr